Was ist Osteopahie überhaupt?

Die Osteopathie ist ein medizinischer Ansatz, den Körper als ein ganzes zu sehen, bei dem die verschiedensten funktionellen Wechselbeziehungen von sämtlichen Strukturen und Stoffwechselprozessen in unserem Körper ineinander greifen und sich gegenseitig beeinflussen. So lange dieses Zusammenspiel funktioniert, ist unser Organismus „gesund“.

Osteopathen nutzen zur Diagnose und Behandlung ihre Hände, um Dysbalancen im Gewebe zu finden und diese durch meist sanfte Techniken wieder in ihr Gleichgewicht zu bringen. Seit der Gründung der Osteopathie durch Andrew Taylor Still vor etwa 150 Jahren hat sich die Osteopathie immer weiterentwickelt, ist ihren Wurzeln aber immer treu geblieben. Im Grunde kann sich der Körper selber heilen, jedoch gibt es vieles was dies blockiert und zu einem Ungleichgewicht und schlechter Versorgung führt. Das Ziel in der Osteopathie ist es, diese Blockierung zu finden und zu lösen. Hier spielen einige Faktoren eine Rolle die berücksichtigt werden müssen, wie das Bewegungs- und Ernährungsverhalten, denn das entscheidet darüber wie unsere gesamten Zellen versorgt werden. Momentane, aber natürlich auch ältere seelische- und psychische Belastungen haben einen Einfluss auf Organe, Gefäße, einfach auf jede einzelne Zelle. Traumata in Gewebe wie Narben, Infektionen, oder alte Verletzungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Osteopathie möchte nicht jede einzelne Beschwerde für sich betrachten, sondern Zusammenhänge herstellen und die Ursache finden. Die Mobilität und Harmonie aller Gewebe in unserem menschlichen Organismus zu bewahren oder wiederherzustellen, bildet das Fundament der Osteopathie.

Die Osteopathie ist für mich nicht nur eine Weiterbildung nach der Physiotherapie, oder eine Aneinanderreihung von Techniken. Das osteopathische Behandeln hat in mir persönlich etwas verändert. Für mich ist die Osteopathie ein lebenslanges Studium des menschlichen Körpers, eine Art Lifestyle, eine Lebenseinstellung bei der ich mich selber besser kennenlerne, mein Handeln und Denken hinterfrage, mich mit meinen Gefühlen auseinander setze, lerne was für mich Gesundheit und Zufriedenheit bedeutet und somit das Leben genießen kann. Und versuche genau das meinen Patienten in der Behandlung oder durch die Behandlung mit auf den Weg zu geben.

 

Die Anerkennung der Osteopathie

Die Osteopahie ist momentan eine Ausbildung oder auch ein Studium welches entweder in Vollzeit über 5 Jahre gelernt wird, oder 5 Jahre lang nebenberuflich, aufbauend auf einer medizinischen Grundausbildung wie dem Physiotherapeuten, Heilpraktiker, oder Arzt studiert wird. Die Osteopathie ist in Deutschland kein staatlich anerkannter Berufszweig, da es bisher keine staatlichen Prüfungen gibt, sondern die Schulen ihre eigenen Prüfungen abhalten. Aufgrund dessen benötigt ein Osteopath ohne die Erlaubnis der Ausübung der Heilpraktik, eine ärztliche Verordnung und eine von ärztlicher Sicht gestellte Diagnose.

 

Erstattung über die gesetzlichen Kassen

Die meisten Kassen haben erkannt wie sinnvoll osteopathische Behandlungen sind und erstatten sehr unterschiedlich einen Teil der gestellten Rechnung. Die Kassen erstatten osteopathische Rechnungen sobald der behandelnder Osteopath in einem Verband für Osteopathen eingetragen ist. In diesen Verbänden kommt man erst ab einer gewissen Anzahl an Stunden oder der Beendigung der 5 Jahre rein.  Ob deine Kasse zuzahlt und wieviel findest du über folgenden Link:

  https://www.osteokompass.de/de-patienteninfo-krankenkassen.html

Bei einem Klick auf die jeweilige Krankenkasse findest du weitere Informationen, u.a. über Voraussetzungen, Leistungsumfang und die Abrechnung. (Ohne Gewähr)